



























































































































(mf) Informationen: Papa Legba ist der Gott der Schranken und Wegkreuzungen, der Pförtner zur Welt der Loas. Durch ihn und seine Erlaubnis kann Kommunikation mit den Loas überhaupt erst stattfinden. Jedes Ritual zu jedem nur erdenklichen Grund wird mit einer Anrufung an Papa Legba begonnen. Ohne seine Vereinbarung, das Gatter zwischen der geistigen Fläche und der materiellen Welt zu öffnen, würde kein anderer Loa in der Lage sein, die Schwelle zu unserer Welt zu überschreiten. Kein Loa kann ohne Legbas ausdrückliche Erlaubnis überhaupt fungieren.
Achtung: Wer Papa Legba beleidigt hat, findet keine Möglichkeit mehr, sich an die Loas zu wenden und um Schutz zu bitten! Aus diesem Grunde sollte alles vermieden werden, was Legba feindlich stimmen könnte.
Immer dran denken: Papa Legba ist der Gate-Keeper!!!
Art: Gott der Kreuzungen und Kreuzwege, Hüter der Schwelle zum Reich der Geister.
Eigenschaften: Sänger, Krieger, Narr, rebellisches Kind, unberechenbar, sehr schnell.
Darstellung/Erscheinung: Kind oder verkrüppelter Greis, der am Stock geht und eine Pfeife
im Mund trägt. Auf seinem Rücken schleppt er einen Hafersack.
Besonderheiten: Vergleichbar mit dem Heiligen Petrus des christlichen Glaubens,
wird vor allen anderen Loas angerufen.
Heilige Orte: Kreuzwege der Welt, Wegkreuzungen.
Symbole: Krücke, Kreuze, Schlüssel, Wanderstäbe. Die Krücke spielt als Symbol eine besondere Rolle:
Sie ist in vielen Ritualräumlichkeiten und Heiligtümern an den Wänden zu sehen.
Tag: Montag
Planet: Merkur
Bevorzugte Speisen u. Getränke: Rum, Mais, Süßigkeiten.
Lieblingspflanze: Kalebassenbaum.
Opfergaben: süße Kartoffeln, Bananen, gegrilltes Huhn, Brot, Getreide, Erde, grüne Kerzen, Steine, Baumrinde,
Wolfsmilchgewächse, Tabak und Pfeife in einen Baum oder über die Tür gehängt.
Farbe: weiß, Rot
Zahl: Drei
Ritueller Platz im Haus: Gleich hinter der Eingangstür
katholische Pendants: Petrus, St. Lazarus, St. Antonius
Begrüßung: Ago Ellegua
Besetzung: Von Papa Legba Besessene benehmen sich wie alte Männer.
Sie humpeln mit Krücke durch den Raum. Andere, die Legba in ihrem Körper tragen,
werden von seiner unbändigen Kraft zu Boden geschleudert und schlagen wild um sich.
Wieder andere bleiben regungslos liegen, als seien sie vom Blitz getroffen worden.
Anrufungen:
Legba, oh Papa Legba
Du hütest die Schranke
O Papa Legba
Öffne die Schranke
Öffne die Schranke
Zur Welt der Loa
Hier stehen deine Kinder
Sie kennen deine Macht
Legba, oh Papa Legba
Öffne die Schranke
Zur Welt der Loa
Öffne die Schranke
Ich grüße die Loa
Weitere Anrufung:
Legba, Du Hüter der Schranke
Legba, Du bist so mächtig
Legba, Du Hüter der Schranke
Legba, Du bist so mächtig
Oh, öffne die Schranke, Legba
Oh, öffne sie für die Loa
Ich brauche die Hilfe der Götter
Darum rufe ich Dich oh Legba
Legba, Du Hüter der Schranke
Legba, Du bist so mächtig
Weitere Anrufung:
Oh Legba, Papa Legba
Oh erhöre meine Bitte
Oh Legba, Papa Legba
Oh hebe deine Schranke
Oh Legba, Papa Legba
Du Gott der Kreuzwege
Oh erhöre meine Bitte
Oh hebe deine Schranke
Ich grüße die Loa
Die Schranke ist geschlossen
Du, oh Papa Legba, nur du
Kannst sie für mich öffnen
Legba, am Kreuzweg stehe ich
Und warte auf dich
Papa Legba, öffne sie für mich.
Weitere Anrufung:
Papa Legba, du bist sehr stark
Bitte öffne mir die Schranke
Bitte öffne mir das Tor
Zur Welt der Loas
Damit ich es passieren kann
Wenn ich wieder zurückkomme
Werde ich die guten Geister preisen
Atibon-Legba, du bist stark
Papa Legba, du hütest die Schranke
Atibon-Legba, du bist stark
Papa Legba, ich begrüße dich
Atibon-Legba, du bist stark
Papa Legba, ich freue mich, dich zu sehen
Atibon-Legba, du bist stark
Papa Legba, ich respektiere dich
Atibon-Legba, bitte öffne die Schranke
Weitere Anrufung:
Papa Legba, Voodoo Legba
Du Herrscher der Kreuzwege
Bitte öffne die Schranken
Zur Welt der Loa
Damit ich sie passieren kann
Wenn ich zurückkomme
Grüße ich die Loa
Atibon-Legba, ich rufe dich!
Legba, bitte hör mich an!
Ich beschwöre dich, um mich zu schützen
Ich beschwöre dich, um mich bei
Meinem Ritual zu unterstützen
Atibon-Legba, ich rufe dich!
Legba, bitte hör mich an!
Ich beschwöre dich, so ist mein Wille
So soll es geschehen
Danke, Abobo
Weitere Anrufung:
Papa Legba, du guter Gott
Heute rufe ich dich an
Papa Legba, du guter Gott
Du bist der erste im Pantheon
Papa Legba, ich brauche deine Hilfe
Ich wünsche mir die Erfüllung
Meines wichtigen Wunsches:
(Wunsch nennen)
Papa Legba, du guter Gott
Bitte lass es geschehen und
Lass meinen Wunsch wahr werden
Dafür danke ich dir
Papa Legba, du guter Gott
Du bist der erste im Pantheon
Danke Abobo
Ein Gesang zu Ehren Papa Legba, der wie ein Mantra immer wieder wiederholt wird, findet sich in Papa Nemos Buch Der Weg des Voodoo:
Legba commandé!
Commandé Legba!
Commandé Yo!
Das Vévé von Papa Legba ist eines der schwierigsten aber auch wichtigsten Vévés der Voodoo-Religion. Der Zeichner beginnt seine Arbeit mit einem gleicharmigen Kreuz. Diese wird durch zahlreiche Verzierungen zum endgültigen Vévé ausgearbeitet.
Die einzelnen Bestandteile dieses Vévé sind Symbole, die eine genaue Darstellung von den Attributen Legbas darstellen. Das Kreuz, manchmal gekennzeichnet als das Kongo Kosmogram, bezieht das Konzept der Kreuzwege - den Durchschnitt zwischen den körperlichen und geistigen Welten mit ein. Es ist ein Symbol der Kommunikation zwischen den Welten.
An den Enden des horizontalen Teils des Kreuzes, ist jeweils ein anderes spezielles Kreuz zu sehen. Das Kreuz, das in den Winkeln von 45° halbiert wird, zeigt Abhängigkeit über den Welten an. Dieses geht wieder zurück zur Funktion Papa Legbas als der Gott der Schranken und der Kreuzwege.
Die Symbole am vertikalen Arm des Kreuzes, die wie Blumenblätter aussehen,
bezeichnen Energie und Überfluss. Beides sind offensichtlich Attribute von Papa Legba.
Kokett und sinnlich: Erzulie mag Gold und rote Rosen
(mf) Art: Wasserloa, Erzulie wird mit Aphrodite verglichen, Liebesgöttin, Göttin der Schöpfungskraft, des Überflusses und der Leidenschaft
Eigenschaften: kokett, sinnlich, liebt totalen Luxus und Vergnügen, verschwenderisch, die endgültige Verkörperung von Schönheit und Grazie.
Darstellung/Erscheinung: verführerische und sehr gut aussehende junge Frau, hübsche Mulattin
Besonderheiten: empfänglich für sehr viele sehr schöne Geschenke. E. war die Geliebte von Damballah und damit die Nebenfrau von Aida-wèdo. Affairen soll E. mit Agwé-taroyo, Ogu-badagri und etlichen anderen Loas gehabt haben.
Heilige Orte: Berge, Flüsse, Bäche, alle fließenden Gewässer
Symbole: Fächer, Gold, flache Muscheln, Glöckchen, Papagei, Spiegel, Schmuck, Pfau, Wachtel, Geier, rosafarbenes Paket Kongo
Tag: Donnerstag, Dienstag
Planeten: Venus, zunehmender Mond
Bevorzugte Speisen u. Getränke: Kuchen, Orangen, Zimt, Honig, Kürbis
Opfergaben: rosa Rosen, Kürbisse, Kuchen, Orangen, Zimt, Honig, Messingmünzen, Goldmünzen, Kornblumen, grüne Kerzen, rosa Champagner, Make-up, weiße Tauben
Farbe: Rosa, Blau, Gelb, Grün, Korallenrot
Lieblingspflanze: Lorbeer
Zahl: Fünf
Ritueller Platz im Haus: Küche und Schlafzimmer
Begrüßung: Ori YeYe O
katholisches Pendant: Mutter Dolorosa vom Kalvarienberg
Besetzung: Wenn ein Mensch von Erzulie besetzt wurde, dann beginnt er, sich feminin zu verhalten, mit den Hüften zu schwingen und flirtet mit allen anwesenden Männern.
Information: In den Heiligtümern der Voodooisten gibt es einen
Raum, der E. geweiht ist. Dort befinden sich rosa-farbene und blaue Gewänder und Schmuck für Erzulie. Wenn die Loa während der Zeremonie von einem Gläubigen Besitz ergreift, wird dieser/diese in E.´s Kammer geführt, damit er sich ankleidet und schmückt. Derweil singt die Gemeinde:
Oh Erzulie
Erzulie, du bist die schöne Frau
Erzulie, du bist Schmuck und Kleider
Erzulie, du bist echte Liebe
Oh Erzulie
Oh Erzulie
Den Zauber der Liebe
Oh, der echten Liebe
Oh, schick ihn her zu mir
Oh Erzulie
Erzulie, schöne Erzulie
Du bist gut gekleidet
Erzulie, verleihe mir die Sympathie
Damit (Vorname, Name) sich in mich
Unsterblich verliebt
Erzulie, Du bist die
Meisterin der Liebe
Erzulie, ich bitte um deine Hilfe
Denn ich bin unglücklich
Danke, Abobo
Oh, du bist die schöne Frau
Du bist Erzulie
Oh, du Schöne
ich habe ein Geschenk
für dich, Erzulie
Nimm es
Bevor du gehst
Danke, Abobo
Weitere Anrufung:
Erzulie, du große Göttin!
Du bist die Eine, die Alle ist.
Du bist Alle, die Eine sind.
Du bist in mir und um mich herum.
Erfülle mich mit deiner Kraft und Gegenwart.
Ich bitte dich: komm zu mir!
Danke!
Weitere Anrufung:
Erzulie, du schönste Göttin
Heute rufe ich dich
Göttin, komme zu mir
Bitte höre auf mich
Jetzt sage ich es dir
Erzulie, ich möchte nicht
Mehr ohne Liebe leben
Erzulie, schenk mir das Licht
Denn ich will alles geben
(Vorname, Name) wünsch ich mir
Als Partner für Liebe und Leben
Göttin, jetzt sage ich es dir
Bitte, lass mich nicht im Stich
Erzulie hilf und erhöre mich
Erzulie, du schönste Göttin
Ich danke dir.
Fluchender Loa Baron Samedi sorgt für Gerechtigkeit
(mf) Loa Baron Samedi gilt als Herrscher über den Tod und über die Friedhöfe.
Sein Name wird auch Baron Samdi, Bawon Samedi oder Bawon Sanmdi geschrieben. Seine
Inkarnationen heißen Baron Cimetière, Baron La Croix und Baron Criminel. Baron
Samedi ist der Anführer der Ghede-Geister.
In Grafik und Malerei wird Baron Samedi als Skelett mit Zylinder, schwarzem Frack,
Sonnenbrille und Zigarre wiedergegeben. Samedi hat eine ausgesprochene Vorliebe für
Obszönitäten: Er poltert laut herum, trinkt unheimlich viel, raucht und flucht laut
und über alle Maßen. Außerdem mag er ausgesprochen dreckige, schmutzige Witze.
Baron Samedi hat eine Vorliebe für Rum, schwarzen Kaffee, Fladenbrot und Zigarren.
Baron Samedi wird angerufen, weil er Schutz vor Krankheiten bieten kann. Ferner ist
Samedi ein großer Freund von Gerechtigkeit: Ungerechtigkeit wird von ihm erbarmungslos verfolgt.
Baron Samedi kann auch Krankheiten heilen und Seelen beschützen. (FORTSETZUNG folgt)
Elegant mit dunkler Brille: Baron Samedi sieht aus wie ein Bestatter
(mf) FORTSETZUNG: Baron Samedi regelt den Durchgang zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten.
Baron Samedi hat zahlreiche Informationen von den Toten.
Art: Loa des Todes, Gott der Toten und Friedhöfe, der
oberste und mächtigste der Guédé.
Darstellung/Erscheinung: Schwarzer, dünner Mann, trägt Zylinderhut, dunkle Brille und Zeigestock. Ist elegant gekleidet. Baron Samedi wird vom Aussehen her wie ein Bestattungsunternehmer beschrieben.
Besonderheiten: Beschwörung durch Aneinanderschlagen von Steinen. Festtage vom 22. bis 30. Oktober.
Speisen u. Getränke: Rum, Fleisch, Zigaretten.
Opfergaben: Kohle, schwarze Kerzen, violette Blumen oder Steine, Rum, schwarze Hühner sowie alle Speisen und Getränke.
Farbe: Schwarz, violett.
Anrufung:
Oh du Baron der Barone
Oh du Baron der Dunkelheit
Oh, du kennst die Toten
Oh Baron, du öffnest die Tür
in ihr Reich
Oh Baron der Barone
Baron Samedie, steh mir bei
Baron Samedie, hilf mir
Dein Kind ruft dich!
Baron Samedie, steh mir bei
Baron Samedie, hilf mir
Dein Kind ruft dich!
Baron Samedie, zeige deine Macht.
Wasser löscht das Feuer.
Baron Samedie, zeig deine Macht.
Wasser löscht das Feuer.
Baron Samedie, steh mir bei.
Baron Samedie, bitte hilf mir.
Dein Kind ruft dich!
Baron Samedie
Du bist sehr mächtig.
Baron Samedie,
Du bist der Meister des Friedhofs.
Ich rufe dich, Baron.
Du bist ein guter Geist.
Wir rufen den Baron der Barone
Und jetzt können wir ihn hören
Baron Samedie,
Wir sind alle sehr froh dich zu sehen
Baron Samedie,
Ich rufe dich, Baron.
Ich brauche deinen Schutz.
Baron Samedie.
Ich rufe dich, Baron
Hörst du mich?
Ich brauche deinen Schutz,
Weil (Sachverhalt/Bedrohung nennen)
mich bedroht.
Ich kann dich sehen, Samedie.
Bitte beende (Sachverhalt/Bedrohung).
Das wünsche ich mir sehr.
Baron, ich freue mich,.
Dass du mich schützt.
Danke, Baron.
Wassergott Agwé ist schön, elegant, höflich und stolz
(mf) Rituale für Agwé sollten idealerweise in der unmittelbaren Nähe eines Gewässers durchgeführt
werden. Agwé ist der Beschützer der Seeleute bei unruhiger See. Er hilft den Fischern. Agwé
soll schon viele vor dem Ertrinken bewahrt haben.
Art: Wassergott und Herr der Meere und der Seefahrt. Guter Loa.
Eigenschaften: stolz, schön, rechtschaffen
Darstellung/Erscheinung: gepflegtes Äußeres, schöne Erscheinung, elegant, hellhäutiger Mulatte mit meeresgrünen Augen, manchmal in Seeoffiziersuniform mit Helm und weißen Handschuhen. Neptun aus Haiti.
Besonderheiten: Höfliches gutes Benehmen. Der Wachstum von Pflanzen und Tieren liegt im am Herzen. Agwé steht bei rechtlichen Problemen den Anrufenden bei. Liebt den Donner der Kanonen.
Heilige Orte: Meer, Flüsse, Seen
Symbole: kleine Boote, Metallfische, blaue oder grün angestrichene Paddel, Seesterne, Muscheln, Kaulquappen, Schwammkorallen, Fische, Dreizack.
Speisen u. Getränke: weiße Hühner, Meeresfrüchte, weiße Schafe, Champagner
Opfergaben: Champagner, Kuchen, Schnaps, weiße Schafe, weiße Hennen, Muschelschalen und Perlen, die auf ein Brett gestellt, auf das Meer hinaus treiben.
Farbe: weiß, blau
katholisches Pendant: St. Ulrich
Besetzung: Von A. besessene Menschen
scheinen sich wie in einem Boot befindlich zu bewegen oder sie verhalten sich wie Offiziere der Seefahrt. Es kann vorkommen, dass sie sich mit einem Paddel auf einen Hocker in den Humfó setzen und dann einfach lospaddeln.
Anrufung:
Agwe, ich spüre die Wellen
Agwe, ich spüre die Kraft
Aber ich kann nichts sehen
Agwe, führe mich sicher
Durch die dunkle Nacht
Ich brauche nicht zu sehen
Agwe, wenn du mich führst
Agwe, ich spüre die Wellen
Agwe, ich spüre die Kraft
Agwe, führe mich sicher
Weitere Anrufungen für Agwe:
Schau auf das Wasser
Siehst du sie?
Schau jetzt in das Wasser
Siehst du sie?
Oh Agwe, du siehst sie
Tief unten im Wasser
Dort unter dem Spiegel
Im Wasser sieht er sie
Die Engel
Ich sehe deine Zeichen, Agwe
Ich werde dir Zeichen geben, Agwe
Ich werde Zeichen geben
Ich werde Zeichen geben
Ich werde dir Zeichen geben, Agwe
Dann sehe ich auch deine Zeichen
Das Vévé von Agwé zeigt sein Boot. Die Voodoo-Kreuze sind um 45°
gedreht. Sie stehen für die Transzendenz der Voodoo-Religion.
Das Boot fährt übrigens auch unter dieser Flagge.
Schlangengott Damballah steht für kosmische Urkraft
(mf) Der Schlangengott Damballa wird in seinem Vévé als Schlange mit ihrem
Spiegelbild dargestellt. Damballas Zuständigkeit erstreckt sich sowohl auf die Loas
(eine Seite des Vévés) als auch auf die Welt, die wir unsere materielle Welt nennen
(zweite Seite des Vévés). Zwischen den beiden Schlangen steht eine Säule.
Dies ist der Poteau Mitand, die Mittelsäule des Voodoo-Ritualraumes. Diese steht
exakt in der Mitte des Voodoo-Kreuzes. Die Tatsache, dass zwischen den Welten
die Säule steht, weist auf den großen Abstand Damballas zu den Menschen hin.
Dies meint Elisabeth Drabeck in „Wunderwelt Voodoo“. Keinem dürfte in den Sinn kommen,
„Damballa mit seinen Sorgen und Nöten zu belästigen“, meint Drabeck.
Art: Schlangengott, Wasserloa, Hüter der Bäume und Gewässer
Eigenschaften: temperamentvoll, streng, mutig, sehr weise
Darstellung/Erscheinung: weiße Hautfarbe
Besonderheiten: steht für kosmische Urkraft. Damballa wird mit Blumen in Verbindung gebracht. Will dass es allen Pflanzen gut geht. D. sorgt für Reichtum und gestattet die Entdeckung von Schätzen.
Heilige Orte: Gewässer, Baumwipfel
Symbole: Schlange, Eier, Wasserbecken, Blitz, Silber
Tag: Donnerstag
Speisen u. Getränke: Milch, Milchreis, Mehl, Zuckerwasser, Eier, alle weißen Lebensmittel
Opfergaben: helle Speisen, weiße Rosen, Jasminblüten, weiße Hühner, Wasser, Rum
Farben: Weiß, Silber
Lieblingspflanze: Baumwolle
katholisches Pendant: St. Patrick
Besetzung: Von Damballa besessene winden sich wie Schlangen auf dem Boden oder klettern auf die Bäume. Manche hängen sich auch mit dem Kopf nach unten in die Dachbalken und zischen dabei wie eine Schlange.
Informationen: D. wird folgendermaßen von seinen Anhängern angerufen:
Oh Damballa
Du bist die Schlange
Aida Wedo
Du bist die Schlange
Oh Damballa Wedo
Lasst mich auch
wie eine Schlange sein
Weitere Anrufung:
Damballa, oh Papa Damballa
Damballa, du bist im Wasser
Damballa, du bist der Geist
Damballa, du bist der
Geist im Wasser
Damballa du bist die Quelle
Damballa, oh Papa Damballa
Wirke für mich
Du Geist im Wasser
Danke, Abobo
Weitere Anrufung:
Damballa, hier sind deine Kinder.
Aida-Wedo, hier sind deine Kinder.
Damballa, beschütze uns.
Aida-Wedo, beschütze uns.
Damballa-Wedo, beschützt eure Kinder!
Danke, Abobo!
Weitere Anrufung:
Damballa-wèdo Papa
Du bist eine Schlange
Schlange, Schlange
Ich rufe die Schlange
Die Schlange spricht noch nicht
Zu mir
Damballa-wèdo Papa
Du bist die Schlange
Schlange, Schlange
Ich rufe die Schlange
Wenn du eine Schlange siehst
Siehst Du Aida-wèdo
Wenn du eine Schlange siehst
Siehst du Damballa
Aida-wèdo ist eine Schlange
Weitere Anrufung:
Es ist schon finster und wir arbeiten
Die Sonne ist untergegangen und
Wir arbeiten noch
Alle Menschen sind Menschen
Geschaffen vom gleichen Schöpfer
Aber warum sind wir nicht Frei
Freiheit, woy, Papa Damballa
Freiheit, woy, Papa Damballa
Du weißt, dass wir deine Kinder sind
Papa Dambala, Dambala
Öffne deine Augen und schau uns an
Ich frage dich, wo du deine
Kinder verlassen hast
Dambala woy
Weitere Anrufung:
Damballa, ich rufe dich an
Du stehst hoch über allen
Damballa, mein ganz neuer Plan
Der soll dir gefallen
Gibt mir Klugheit und Kraft
Für richtiges Reagieren
Schnelle gute Arbeit und
Beste Manieren
Damballa, erhöre mich
Damballa, darum bitte ich dich
(mf) Simbi wird angerufen zur Herstellung von Schutzamuletten, bei allen Taufritualen und bei Schutzritualen. Idealerweise sollte der Loa Simbi direkt an einem Gewässer angerufen und Gottesdienste für ihn bei Quellen gefeiert werden.
Art: Wasserloa, Schlangengott
Eigenschaften: eitel
Darstellung/Erscheinung: grüne Schlange
Besonderheiten: Beschützer und Wächter der Seen, Sümpfe und der heiligen Quellen. Simbi ist vom Wasser abhängig. S. ist der Meister aller Magier
Symbole: Teich, Quelle, Schlangen in einem Feld aus Kreuzen
Speisen u. Getränke: Fische
Opfergaben: Wasser, Fische, Silber, Eier, Rum
Farben: Blau, grün, weiß
Lieblingspflanzen: Mango, Kalebassenbaum, Ulme
katholische Pendants: Moses, die drei Weisen aus dem Morgenland
Besetzung: Von diesem Loa Besessene winden sich wie eine Schlange. Sie bekommen Erstickungsanfälle und suchen die Nähe des Wassers. Sie sollten in Wasserkübel gesetzt oder gelegt werden.
Anrufungen
Die Anrufung von Simbi ist für Unerfahrene problematisch.
Gesänge wie die nachfolgenden zu seinen Ehren zeigen, dass S. sich in der Nähe der Gewässer aufhält:
Simbi in der Quelle
Du bist der Meister aller Magier
Papa Simbi, ich bitte dich
um Kraft für meinen Zauber
Ich weiß, dass meine magische
Macht sehr gefährlich ist
Simbi, schütze meine Magie und
bewahre mich vor bösen Fehlern
Simbi in der Quelle
Du bist der Meister aller Magier
Schau auf den Fisch
Danke, Papa Simbi.
Weitere Anrufung:
Simbi in der Quelle
Ich rufe Simbi in der Quelle
Simbi in der Quelle
Hier bringe ich Dir Wasser
Fische, Eier und Rum
Du bist der große Simbi
Beschütze deine Kinder
Papa Simbi ich bitte dich
auch um Schutz für mich
Danke, Papa Simbi. Abobo
(mf) Papa Zaka ist verantwortlich für erfolgreiche Ernten. Zu seinen Ehren sind sehr viele
Lieder entstanden.
Art: Pflanzengott und Loa der Landwirtschaft.
Eigenschaften: verzeiht nicht ohne weiteres, bäuerliches Gemüt, misstrauisch, gewinnsüchtig, mag keine Menschen aus der Stadt.
Darstellung/Erscheinung: Bauer, barfüßig mit Strohhut und großem Sack auf dem Rücken unterwegs. Manchmal auch als völlig zerlumpter Landarbeiter, der in die Jahre gekommen ist, der Vorübergehende nach Rum oder Maniokmelonen bittet.
Besonderheiten: tratscht und klatscht sehr gerne
Symbole: Pfeife, Machete, blaues Paket Kongo
Baum: Avocado
Speisen u. Getränke: liebt Nahrung überhaupt, stopft sie in sich hinein. In Öl getauchtes Brot, in Öl gekochter Mais, Rohrzucker
Opfergaben: Rum, Tabak und Essen
Farbe: blau, rot
katholisches Pendant: St. Isidor
Besetzung: Von Papa Zaka Besessene verhalten sich wie die Bauern und rauchen Pfeife. Sie krempeln ein Hosenbein hoch und humpeln. Wenn sie essen, dann schlingen sie es in einer Ecke des Raumes schnell in sich hinein.
(mf) Information: Bei Zeremonien der Heilung ist Loco sehr hilfreich und wichtig!
Art: Vegetationsgeist, Gott der Bäume und Pflanzen
Eigenschaften: hilft heilen
Darstellung/Erscheinung: Meist unsichtbar. Wenn er körperlich erscheint, dann ist er an einem langen Stock zu erkennen. Begleitet wird Loco von einem Diener, der Pfeife raucht.
Opfergaben: Einpflanzen eine neuen Baumes, Räucherungen aus Baumrinde, die nicht vom Baum geschnitten sein soll, Pflanzen
Farbe: Grün
Information: Bei Zeremonien der Heilung sehr hilfreich und wichtig.
Anrufungen:
Loco, oh Loco
Ich brauche deine Hilfe
Loco, oh Loco
Deine Macht und deine Kraft
spende für mich
Ich brauche deine Hilfe
Loco, oh Loco
Ich danke
Abobo
Weitere Anrufung:
Loco, du bist der Baum
Loco, lass uns wachsen
Loco, du bist der Baum
Loco, lass uns gedeihen
Loco, du bist der Baum
Loco, lass uns erblühen
Loco, du bist der Baum
Loco, oh Loco
Und wenn wir verblühen
Loco, oh Loco
Dann lass uns bald
Wieder wachsen
Denn du bist der Baum
Weitere Anrufung:
Loco, du bist die Natur
Loco, die Natur hilft uns
Loco, du hilfst uns
Loco, gib mir die Kraft
Loco, gib mir die Macht
damit ich helfen kann
Oh Loco – mit der Natur
Weitere Anrufung:
Papa Loco, Du guter Gott
Papa Loco, gib mir die Kraft
Für (Vorname, Name)
Papa Loco, Du guter Gott
Loco, verleih mir dein
Wissen über Kräuter
Papa Loco
Ich will (Vorname, Name)
Helfen und heilen
Darum bitte ich dich
Um deine göttliche Macht
Für meinen Zauber
Loco, ich flehe dich an
Ich will (Vorname, Name)
Helfen und heilen
Papa Loco, Du guter Gott
Papa Loco, gib mir die Kraft
Danke, Abobo!
Ezilie-dantó ist die Geliebte von Ogou
(mf) Information: Anrufung von E. erfolgt meist in Zusammenhang mit Fragen der Empfängnisverhütung und Geburt von Kindern.
Art: Loa, große Matriarchin
Eigenschaften: stürmisches Temperament, trotz ihrer Schönheit nicht eitel
Darstellung/Erscheinung: attraktive, sehr große schwarzhäutige Frau
Besonderheiten: Ihr Spezialgebiet ist die menschliche Fortpflanzung. E. ist die Geliebte von Ogou.
Symbole: Krug mit Blut und Messern, schwarze Puppen, blaues Paket Kongo
Opfergaben: Rum, starke Zigaretten, schwarze Schweine, gebratenes Schweinefleisch
Farbe: blau, rot
katholisches Pendant: Madonna von Tschenstochau, St. Barbara, Madonna vom Berg Karmel
Besetzung: Die Besessenen verkrampfen, reißen ihre Augen auf und wiehern.
Ezili du bist die Priesterin
Und dieser Tempel ist mein Zuhause
Dieses Zuhause ist die Heimat
Meines Geistes
Ezili du bist die Priesterin
Ezili, du bist die Göttin
Ich respektiere deine Kraft
Komm zu mir in meinen Tempel
Mein Tempel ist mein Haus
Mein Haus ist mein Herz
Ezili, du bist die Göttin
Ich respektiere deine Kraft
Komm in meinen Tempel
Danke, Oh du Göttin Ezili.
(mf) Art: Stier-Loa
Eigenschaften: schreckliche Erscheinung
Besetzung: von T. Besessene zerstören, was ihnen in die Quere kommt. Eine Beruhigung ist nur möglich, wenn man ihnen einen Büschel Gras anbietet, das sofort aufgegessen wird.
Taureau-trois-graines wird mit diesem Lied begrüßt:
„Ich bin ein Stier, ich brülle
auf meiner Weide
Was sehe ich?Ich sehe das
Ich brülle
Stier, ich bin ein Stier
Wer nach mir fragt
dem wirst du sagen
ich bin kriminell
Meine ganze Familie ist kriminell
hoch auf, hoch auf
hoch auf
Sag ihnen, ich bin kriminell.“
(Quelle: Alfred Métraux´ Buch Voodoo in Haiti)
(mf) Das Symbol des schwarzen Voodoo ist das Petrosiegel. Es repräsentiert die gewalttätigen Bestandteile der Voodoo-Religion. Verwendungen als Amulette, Altarschmuck und zur Unterstützung der schwarzmagischen Handlungen sind denkbar.
(mf) Das Voodoo-Pentakel ist das magische Zeichen der Voodoo-Religion schlechthin.
Es ist mit keinem Zeichen oder Symbol z.B. des Christentums vergleichbar. Wenn unbedingt
eine Analogie zu einem Symbol eines anderen Bereiches der Magie zur Einschätzung dieses
Pentakels gezogen werden soll, dann kommt das Pentagramm der Wiccaner in seiner Bedeutung in Betracht.
Dieses Zeichen resp. Symbol soll Voodoo-Ritualen Kraft verleihen und zum Erfolg der Rituale
beitragen. Das Voodoo-Pentakel wird meist als Amulett auf eine kleine Metallplatte gezeichnet an
Lederband oder Kettchen um den Hals getragen. Es steht selbstverständlich jedem Ritualausübenden frei,
dieses Pentakel auch in anderer Form einzusetzen. Denkbar sind runde Holzscheiben mit eingraviertem,
eingebranntem oder einfach aufgezeichnetem Pentagramm, die auf dem Altar ihren Platz finden können.
Diese können auch einfach selbst angefertigt werden.
Ferner kann das Pentakel auch als Bild
im Ritualraum aufgehängt werden.
Bei Ritualen wird das Voodoo-Pentakel auch auf den Boden des Ritualraumes gezeichnet.
(mf) In jedem Voodoo-Heiligtum ist das gleicharmige Kreuz zu finden.
Es ist das wichtigste Vévé, das sehr an das Kreuz aus dem Christentum erinnert.
Elisabeth Drabeck schreibt in Ihrem Buch „Wunderwelt Voodoo“ dieses habe „den Voodooisten den
Übertritt zum katholischen Glauben und umgekehrt den Katholiken zum Voodooglauben sehr leicht gemacht.“
Das Voodoo-Kreuz besteht aus der Waagerechten, den Horizont und der Senkrechten in gleicher
Länge. Die Senkrechte symbolisiert die Welt des Immateriellen und führt hinab bis in die Wasser
des Abyss, dem Abgrund zwischen Gott und Engeln. Dort ist auch das mystische Afrika, dort ist
das Zuhause der Loa und dorthin gehen auch die Toten, bis sie wieder zurück gerufen werden.
Durch den Kreuzungspunkt von Waagerechter und Senkrechter erhalten die Loas Zugang zur Erinnerung.
Im Unterschied zum eben erwähnten Voodoo-Kreuz hat das achtarmige vier Arme mehr.
Dies symbolisiert und betont die vierte Dimension der voodooistischen Transzendenz.
(mf) Jeder Besucher einer katholischen Kirche kennt Marienbildnisse, Jesusstatuen und zahlreiche
andere Darstellungen, die als Stellvertreter für Gottheiten und Heilige dienen.
Anders verhält es sich bei der Voodoo-Religion in Haiti. Dort werden Zeichnungen angefertigt,
die in direktem Zusammenhang mit den Loas stehen. Sie symbolisieren die Eigenschaften der Voodoo-Götter,
die nachfolgend mit aufgeführt werden. Die Zeichnungen werden Vévés genannt.
Gezeichnet wird allerdings nicht mit Feder oder Stift. Zur Herstellung der Vévés
ird ein Pulver verwendet. Es kann aus verschiedenen Materialien bestehen.
Meist kommt Maismehl zum Einsatz, aber auch Kaffeesatz, zerriebene Baumrinde,
zerriebene Holzkohle, Weizenmehl oder Ziegelstaub können verwendet werden.
Abhängig von der Natur des Ritual ist die Verwendung des Pulvers zum Zeichnen.
Rotes Ziegelsteinpuder und Asche werden z.B. für Feuerrituale benutzt, während bei milderen
Ritualen Weizenmehl Verwendung findet.
Der Voodoo-Priester nimmt das Pulver (im Folgenden soll nur noch von Maismehl die Rede sein)
zwischen Daumen und Zeigefinger und lässt eine feine Spur davon auf den Boden rinnen.
Die Entstehung eines Vévé bis zur Vollendung kann sehr lange dauern, da die Zeichnungen
nicht einfach nur eine Spirale oder wie bei anderen magischen Ritualen ein Pentagramm darstellen.
Die Vévés sind wirklich sehr komplex und aus diesem Grunde sehr schwierig zu realisieren.
Insbesondere auch deshalb, weil der Priester das Vévé nicht nach Vorlage
(Zeichnung auf Papier, die er in der Hand hält), sondern aus dem Gedächnis auf
dem Boden des Ritualplatzes oder im Humfó erstellt.
Während der Prozedur wird das Schaffen des Priesters durch Ritualgesänge der anwesenden Gläubigen
begleitet. So steigen Konzentration auf das Ritual und auch die energetischen Schwingungen
im Raum. Die Vévés repräsentieren die Gottheiten, die Loas und ihre Eigenschaften.
Sie sollen diese zwingen und auffordern, mit der Gemeinschaft der Gläubigen,
insbesondere mit dem Priester, der sie anruft, in Kontakt zu treten.
(mf) Die Voodooisten unterscheiden die Gottheiten in Rada-Loa und Petro-Loa. Grob ausgedrückt handelt es sich hier um die Guten (Rada-Loa) und die Bösen (Petro-Loa).Allerdings sind diese beiden Arten nicht so einfach zu trennen wie Engel und Dämonen
des Christentums.
Obwohl die grobe Unterscheidung zwischen Rada und Petro richtig und möglich ist, gibt es in der Voodoo-Religion auch Loa, die nicht eindeutig zuzuordnen sind
oder die in beiden Formen erscheinen können.
Rada
Die Rada-Loa wirken im positiven Sinne: Die Erschaffung des Lebens, der Aufbau und die Erhaltung des
Lebens sind ihre Aufgabe. Sie sind sanft. Ihr Ursprung ist die Elfenbeinküste. Zu den Rada-Loas zählen der Waldgott Loco,
der Herrscher der Meere Agwé sowie die Schönheits- und Liebesgöttin Erzulie. Auch der Schlangengott Daballah ist ein reiner Rada-Loa. Die Anrufung der
Rada-Loa wird als nicht gefährlich bezeichnet.
Petro
Anders stellt sich die Situation bei den Petro-Loas dar. Sie sind Dämonen, die hauptsächlich für
schädlichen Zauber angerufen werden. Die Anrufung der Petro-Loas bezeichnet die Autorin Heike Owusu
als gefährlich für Leib und Seele. Unvorbereiteten und ungeübten Personen sei, so Owusu,
unbedingt davon abzuraten. Besonders wegen der Gewalttätigkeit und Grausamkeit der Petro-Loa.
Dennoch: Verteufelt werden diese Loa von den Voodooisten nicht. Schließlich können sie
gegen entsprechende Opfergaben auch zum Schutz vor schwarzer Magier eingesetzt werden.
Auch bei chirurgischen Eingriffen während der Zeremonien sind es die Petro-Loa, die entscheidenden Einfluss
auf den Fortgang und das Schicksal der „Patienten“ nehmen.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Rolle der Petro-Loa in der Voodoo-Religion den Gläubigen
bekannt ist und der Wirkungskreis akzeptiert wird. Durch Opfergaben können Petro-Loa befriedigt
und besänftig werden. Diese Götter haben ihren Ursprung im kreolischen Sprachraum.
Rada und Petro
Die Loa Legba und Simbi sind sehr gute Beispiele für Mischformen aus Rada und Petro.
Papa Legba kann ebenso als Rada-Loa wie auch als Petro-Loa angerufen werden.
Der Herrscher über die Kreuzwege und Gott der Wegkreuzungen, der gewissermaßen als
Pförtner den Zugang aller Gläubigen zu den anderen Loas überwacht und überhaupt erst ermöglicht,
kann als reiner Rada-Loa hilfreich eingreifen oder aber auch als Petro-Loa ein enormes Ausmaß
an Zerstörung hervorrufen.
Der Wassergott Simbi ist auch beiden Richtungen zuzuordnen: Er kann als Rada- und auch als Petro-Loa erscheinen.
Congo
An Beliebtheit eingebüßt haben in den vergangenen Jahren die Loa der Congo-Familie.
Sie sind eng mit den Petro-Loas verwandt. Ihr Verhalten wird als wilder bezeichnet.
Passiver im Verhalten sind die Loas der Ibo-Familie. Diese Gottheiten entsprechen in ihren Eigenschaften stehendem Gewässer. Dieses ist behäbig und träge. Die Passivität sorgt dafür, dass die Beliebtheit der Ibo-Linie stärker abnimmt, als die der Congo-Loas.
(mf) Der Eindruck von Kunst, Vollkommenheit und Magie entsteht bei jedem der einmal zu sehen bekommt,
wie die kompliziertesten Vévés mit einem Durchmesser von bis zu sechs Metern aus der freien Hand mit Maismehl
auf den Boden gerieselt werden.
Wenn du deine ersten Versuche unternimmst, dann wird es sicherlich nicht dieses gigantische Format sein,
mit dem du beginnst. Außerdem wirst du in deiner Wohnung in Altarnähe Fußbodenbelag liegen haben,
dem das freie Ausstreuen des Mehls nicht behagen wird. Folglich bleiben dir nur wenige Möglichkeiten übrig.
Für den Einstieg kannst du im Freien den Sand z.B. aus der Buddelkiste eines Kinderspielplatzes verwenden.
Zur Einstimmung nimmst du Sie einfach eine Hand voll Sand und lässt ihn aus deiner Hand heraus auf den Boden
rieseln. Beginne mit einer geraden Linie. Dann setze einzelne Punkte. Danach versuche einmal,
einen Kreis zu zeichnen, der die Bezeichnung auch verdient. Dabei weirst du feststellen, dass es sich
wahrlich um kein leichtes Unterfangen handelt. Nun wage dich an die Sonnenblume des Vévés von Loco
heran oder versuche den Spazierstock von Papa Legba zu zeichnen. Suche dir einzelne Elemente heraus,
die dir leicht von der Hand gehen. Probiere immer wieder und lasse dich nicht entmutigen,
wenn es nicht gleich auf den ersten Versuch hin erfolgreich wird.
Wenn du dir sicher bist, dann solltest du ein vollständiges Vévé mit Sand auf den Boden rieseln lassen.
Selbstverständlich musst du dir vorher den grafischen Aufbau des Vévés einprägen.
Zur Sicherheit kopierst du dir einfach das ausgewählte Vévé und nimmst die Kopie als Vorlage mit an die Stelle,
an der die Übung stattfinden soll. Dank der Komplexität der Zeichen wirst du es am Anfang buchstäblich
nicht aus dem Ärmel schütteln können.
Wenn du mit Sand ausreichend geübt haben, dann kannst du in deiner Wohnung oder deinem Haus weitermachen.
Auf deinem Altar wird sich bestimmt ein Altartuch oder eine weiße Tischdecke befinden, auf der du
das Vévé ausstreuen kannst.
Wichtig ist an dieser Stelle: Du solltest in das Tischtuch/Altartuch nach dem Waschen keine Falten hinein bügeln.
Wenn es ausgelegt ist, wird es dir mit Bügelfalten im Tuch keinesfalls gelingen, ein Vévé vernünftig und korrekt
auszustreuen. Der Weg des Mehls lässt sich über Falten nicht steuern und lenken.
Wenn du die Vévés einsetzen, dann musst du sie richtig zeichnen. Das ist die Grundvoraussetzung.
Wenn du diese nicht erfüllen, dann verstimmst du die Loa! Und das kann ja wohl bestimmt nicht deine
Absicht sein. Also: Arbeite unbedingt sorgfältig wie ein Graveur.
Die lange Zeit der Übung, die du brauchen wirst, um ein Vévé wirklich perfekt zu zeichnen,
solltest du affirmativ für dich und deine Ritualabsichten nutzen.
Während des Zeichnens stelle dir bitte die Realisierung deines Wunsches / deiner Wünsche vor.
Nehmen wir einmal an, es handelt sich um einen Geldzauber. Dann visualisiere während des Zeichnens,
dass dir angestrebte und durchzuführende Ritual, bei dem das Vévé gebraucht wird, zum Erfolg verhilft.
Visualisieren deinen Erfolg – stelle dir das Geld in der Summe vor wie es dir zufließen soll.
Stelle dir den Betrag auf deinem Kontoauszug vor so wie er in echt auf dem Papier steht.
Vertraue dabei auf die magischen Kräfte des Loa, dessen Bild du zeichnest.
Selbstverständlich kannst du dabei nicht die Augen schließen, denn du zeichnest ja gerade dein Vévé.
Aber dem betreffenden Loa und der Umsetzung deines Wunsches kommst du dabei ganz bestimmt einige Schritte näher.
(Links neben den Texten siehst du Veves für die Loa.)
(mf) “Ritualöl und magischen Zeiger einkaufen, Kräuter abbrennen und Voodoo-Badezusätze oder –Seife verwenden,
und schon klappt es mit der Magie“ ist der Aberglauben, dem viele unterliegen.
Dahinter steckt neben der Liebe zur rituellen Ausstattung bedauerlicherweise auch der Zeitgeist mit dem
weit verbreitetem Wunsch nach maximalem Erfolg bei minimalem Aufwand.
Der eine oder andere kleine Effekt wird sich so sicherlich bei manchem einstellen.
Aber frage dich selbst: Wünschst du schicke Effekthascherei oder pure Magie?
Letztere stellt sich erst dann ein, wenn du die magischen Zutaten mit Anrufungen und Lobpreisungen
der Götter mischst. Das, und nur das, gibt deinen Ritualen die Kraft, die du dir erhoffst. „Chants“
heißt übersetzt „Gesänge“. Voodoo-Chants im Sinne dieses Artikels sind Sprechgesänge,
die der Anrufung der Götter – der Loa – dienen. Die Chants können entweder von einem einzelnen
Gläubigen oder auch von einer Gruppe gesungen/vorgetragen werden.
Chants werden wie Mantras endlos
wiederholt. Mit den vorliegenden Chants erhältst du moderne Gesänge und Gebete, die auf traditionell
überlieferten Chants beruhen und aus ihnen heraus entwickelt wurden.
Sie dienen dir als Schlüssel zur Welt der Götter und Geister.
Mit diesen Chants gelingt dir
der Kontakt zur spirituellen Welt, der dein Leben schnell verändern kann.
In Zeiten von Hochtechnologie, Bits und Bytes verlieren wir oft den Blick dafür,
wie diese Ebene unseren Alltag verändert und beeinflusst.
Mit diesen Chants
fokussierst du dein Herz, Geist und den Verstand auf diese unsichtbaren Kräfte.
Und dann wird alles möglich.
Es ist überhaupt nicht wichtig, ob du bereits aktive Erfahrungen mit Lobpreisungen,
rituellen Gesängen oder Predigten hattest.
Fange einfach an und verhalte dich respektvoll gegenüber den Loa.
Dann wirst du auch von ihnen erhört.
(mf) Meditieren über Liedtexten und Gebeten – zuerst mutet es dir vielleicht etwas komisch und fremdartig an.
Erfahrene Katholiken kennen die Gebetsmeditation sicherlich aus ihrer Kirche. Unerfahrene Einsteiger in die Voodoo-Religion kennen das unter Umständen noch nicht. Meditieren kannst du über jedes Thema. Zum Beispiel - was ich dir auch gerne empfehlen möchte - über die Motive der Tarotkarten. Wenn du den engen Kontakt zu den Gottheiten des Voodoo finden möchtest, dann solltest du die Zeilen der Chants als Medium der Kontaktaufnahme nutzen. Rezitiere zu Beginn deiner Meditation den Chant des Loa deiner Wahl so lange, bis du ihn auswendig kannst.
Jetzt entwickele einen eigenen Singsang zu diesem Chant. Dazu brauchst du kein erfahrener Komponist zu sein. Mache das, was dir gefällt. Schere dich dabei nicht um andere Leute. Auf keinen Fall, denn deine Magie wird gehemmt, wenn du gehemmt bist! Denke daran.
Nun hast du einen Singsang, der von dir einen Rhythmus und ein Tempo bekommen hat. Und damit kannst du leicht den Einstieg in deine Meditation finden. Dann visualisierst du deinen Loa. Stelle dir sein Wirken vor und sein Handeln. Entwickele entweder ein Standbild von deinem Loa und halte dieses Bild fest vor deinem geistigen Auge.
Oder versuche dein Glück mit bewegten Bildern in der Visualisierung. Wenn du das über vier bis fünf Minuten geschafft hast, dann kannst du dich an den nächsten Schritt heranwagen. Denke an deine magischen Ziele. An den Wunsch deines Rituales.
Visualisiere, wie die magische Energie des Loa an der Erfüllung deines Wunsches arbeitet. Visualisiere dessen Erfüllung. Stelle dir die Folgen der Realisierung vor. Rücke dir die Konsequenzen dicht vor dein geistiges Auge.
Du wirst die Kraft des Loa spüren. Es wird deine Kraft werden.
(mf) Du wurdest von missgünstigen Menschen um deinen gerechten Erbanteil gebracht oder
sogar gleich um alles, was dir zusteht?
Dann geht es dir so wie vielen Menschen. Deshalb habe ich dieses Ritual entwickelt, das
dir Unterstützung durch verschiedene starke Voodoo-Gottheiten verschafft und dir so zur Gerechtigkeit
verhelfen.
Man nennt diese Gottheiten „LOA“. Davon gibt es „gute“ (Rada) und auch „böse“ (Petro).
Für dieses Ritual brauchst du die Kraft von beiden Seiten. Zuerst wird immer (bei allen Ritualen) Papa Legba angerufen.
Er öffnet dann die Schranke zur Welt der Loa. Dann kommen drei starke, aber auch sehr gefährliche Petro-Loa zum Einsatz.
Ziel dabei ist die Wiederherstellung der Gerechtigkeit. Die Loa sind sehr interessiert an kriminellen
Betrügern. Deshalb werden sie sich deine Erbschaftsbetrüger gesichert vorknöpfen. Bis zur gerechten verspäteten
Auszahlung
deines korrekten Erbanteils ist es dann nicht mehr weit.
Wenn du Interesse an diesem Ritual hast, wenn du möchtest,
dass es eine erfahrene Mambo für dich durchführt, dann schreibe mir eine eMail an Michael.Felske@gmx.de.
Ich leite diese dann weiter.
AnzeigeNeu: Starkes Voodoo-Ritual zur Partnerrückführung
(mf) Du hast deinen Partner / deine Partnerin verloren?
Du hattest einen Partner/eine Partnerin, den/die du über alles geliebt hast.
Doch er/sie hat dich verlassen, vielleicht um mit einer/einem anderen Menschen eine Beziehung einzugehen?
Er/sie soll zurück kommen!
Nun wünscht du dir nichts mehr, als ihn/sie wieder zurück zu bekommen, damit ihr beide ein gemeinsames,
glückliches Leben führen könnt.
Genau aus diesem Grund habe ich ein Ritual entwickelt, das hier wirkt.
Ist das möglich oder purer Unsinn?
Voodoo-Gottheiten sind mächtig!
Ja, das ist möglich. Du kannst die Voodoo-Götter, die sogenannten Loa, um Hilfe bei deinem Plan bitten.
Die Loa sind mächtig, kraftvoll und deren Hilfe ist effektiv und erfolgversprechend.
Eines steht fest: Voodoo wirkt!
Welche Voodoo-Gottheiten?
Die beiden Loa "Papa Legba" und "Erzulie" helfen hier weiter.
Zuerst bittest du Papa Legba um den Zutritt zur Welt der Loa. Legba ist der "Schrankenwärter",
der entscheidet, ob dir Eintritt gewährt wird.
Deshalb wird er zuerst mehrfach und wiederholt angerufen. Danach kommt Erzulie an die Reihe.
Erzulie ist spezialisiert auf Liebesangelegenheiten und Partnerschaftsrückführungen.
Was brauchst du?
Nichts! Mein Ritual regelt diese Angelegenheit für dich. Wenn Du Interesse hast, sende mir eine eMail. Die leite ich dann an eine Voodoo-Mambo weiter,
die sich rasch bei dir melden wird.
Anzeige Häufige Frage an mich: "Kannst du für mich ein Voodoo-Ritual abhalten?"
(mf) Immer wieder erhalte ich Mails und Messenger-Nachrichten mit der Nachfrage, ob ich Rituale für die
FragestellerInnen abhalten/durchführen kann. Hoch im Kurs stehen Partnerrückführungen, Geldanziehungsrituale,
Erbschaftsstreitigkeiten und (unverschämte und gefährliche) Racherituale.
Kurze Antwort: Ja, ich kann solche Rituale entwerfen, schreiben und durchführen. Seit 2004 bin ich mit Voodoo auf
Du und Du, nutzte aber meine Fähigkeiten im Voodoo bisher immer nur für meine eigenen und die Interessen meiner Familie.
Schaden abwenden, Ungerechtigkeit beseitigen und Liebe stärken sind aus meiner Sicht besser als Schaden zufügen,
Ungerechtigkeit herstellen und Liebe beseitigen. Voodoo-Loa sind sehr empfindlich, äußerst emphatisch und spüren sofort
unlautere Motive. Dann geht jeder Versuch, jedes Ritual nach hinten los. Da ich dies alles bei Fremden nicht ünerprüfen kann,
lasse ich es dabei: Rituale nur für mich und die Meinen und auf keinen Fall Schadenszauber!!!
Alle ehrlichen Ansinnen, alle ehrlichen Wünsche, die keinem schaden werden, kann ich an
eine erfahrene Voodoo-Mambo weiterleiten, die auch zwei Dutzend Jahre Erfahrung mitbringt.
Bei Interesse schreibt mir eine Mail an
Michael.Felske@gmx.de. Ich leite diese dann weiter.